"Ich gehe langsam in die Landschaft hinein. Ich spüre den porösen schrundigen Boden unter den Füßen. Es gibt, wie erwartet, keine Vegetation."

     

 

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Die Hündin rollt sich auf die Seite

Die Hündin hat sich auf der Matte vor der Dusche zusammengerollt; ihr großer langer Körper kann sich zu einem schmalen unauffälligen Fellkringel einbiegen, bis sie aufspringt und sich in ihrer vollen Größe zurechtschüttelt. Ich steige über sie hinweg, keinen Menschen würde ich in solcher Nähe ertragen. Ihr Gleichmut und ihre stille Gegenwart sind so unaufdringlich, dass sie mir sogar beim Zähneputzen zusehen darf. Aber sie schaut gar nicht hin.
Am nächsten Morgen: die unglaubliche Buntheit der Landschaft in der Sonne.
Birken, das Weiße durchgraut. Fasane, glühend rotgold, und die braunschwarz gescheckten Hennen.
Der schneeweiße Schwanz der Kaninchen zwischen den violetten Heidebüschen. Zwischendrin helleres Grün der jungen Triebe. Die Schatten der Dünen violett. Jede Rille zwischen den Bohlen ist tiefschwarz, der Himmel unverhandelbar blau. Auf den tuffigen Hügeln liegt Kaninchendung, Nachtkerzen leuchten am Rehgehege. Fliegenpilze, unverschämt rot. Das Silberweiß der verwehten Pappelblätter.
Speckled beauty.

aus: Mein Amrum

 

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